Was heißt Bio-Kaffee?
Der Anbau von Kaffee hat in der Vergangenheit immer stärker zu Monokulturen geführt, die mit viel Düngemittel und Chemikalien bearbeitet wurden, um den Ertrag so groß wie möglich zu halten. Dies ging einher einerseits mit dem Raubbau am Boden und andererseits mit Krankheiten und Allergien bei den Kaffeebauern.
Bio-Kaffee heißt, dass ein nachhaltiges Konzept ökologischen Anbaus dagegen gesetzt wird, das den Boden fortwährend ertragreich hält. Es werden statt überzüchteter Sorten Kaffee-Sorten angebaut, die bereits sehr robust gegen die regional vorkommenden Krankheiten und Schädlinge sind. Gepaart mit einem Mischanbau, der den Boden schont und eine natürlichere Plantagenwirtschaft ermöglicht, da auch Pflanzen dazu gehören, die für den Boden ein natürlicher Dünger sind. Auf Chemikalien wird grundsätzlich verzichtet (ausgenommen sind kupferhaltige Flüssigkeiten gegen Pilzerkrankungen), stattdessen werden natürliche Düngemittel eingesetzt.
Dies führt jedoch zu einem größeren Arbeitsaufwand. Zugleich ist die Qualität des Kaffees zwar besser, er ist aromatischer und geschmacklich individueller, aber der Ertrag etwas niedriger. Deshalb ist neben der ökologischen Komponente des Bio-Kaffees auch die wirtschaftliche Situation der Kaffee-Bauern wichtig. Diese wird gestärkt durch fairen Handel, bei dem die Erzeuger einen Garantiepreis bekommen, der unabhängig von den Schwankungen am Weltmarkt ist. So setzt sich der Preis von Kaffee neben vielen weiteren Punkten auch durch diesen höheren Erzeugerpreis zusammen, womit fair gehandelter Bio-Kaffee etwas teurer als normaler Kaffee ist. Doch aufgepasst: Nicht jeder Bio-Kaffee ist fair gehandelt.